Reihe

PRAKTIKEN DER KRITIK

Die regelmäßig aufflammenden Kontroversen um den Stand der gegenwärtigen Kunstkritik oder ihr vermeintliches „Verschwinden“ bilden einen idealen Ausgangspunkt, den heute in die Krise geratenen Kritikbegriff einer grundlegenden Revision zu unterziehen.
Die von den Universitäten Bochum (Jun.-Prof. Dr. Stephanie Marchal), Lüneburg (Prof. Dr. Beate Söntgen) und Siegen (PD Dr. Andreas Zeising) gemeinsam konzipierte Buchreihe widmet sich dem breiten Spektrum populärer und essayistischer Kunstliteratur in Geschichte und Gegenwart. Nachdem die Kunstkritik in der Historiografie und Selbstreflexion des Faches Kunstgeschichte lange Zeit nur am Rande Beachtung fand, rückt die populäre und populärwissenschaftliche Kunstpublizistik in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Forschung.
Die Reihe leistet einen Beitrag dazu, den historischen Funktions- und Gestaltwandel sowie die Erscheinungs- und Vorgehensweisen einer hybriden Form der Auseinandersetzung mit Kunst und des Schreibens über Kunst nachzuzeichnen.
Der jeweiligen Situiertheit des Phänomens Kunstkritik begegnet die Reihe vermittels Untersuchungen aus den spezifischen Praktiken heraus, um auf diesem Wege nicht zuletzt auch der bislang kaum systematisch erforschten Geschichte der Kunstkritik Kontur zu verleihen. Der Zugriff über Einzelanalysen modellhafter Positionen zielt darauf ab, Bände übergreifend wiederkehrende Narrative und Kanonisierungsbestrebungen sowie die rhetorische Beschaffenheit und mit ihr einher-gehende Wirkweise ebenso wie die sozial- und institutionsgeschichtlichen Voraussetzungen kunstkritischer Schreibpraktiken komparativ in den Blick zu bekommen. Thematisch einschlägige Einzeluntersuchungen sollen in der Reihe ebenso einen Platz finden wie Tagungsbände und herausragende Dissertationen.
Die Reihe erscheint in loser Folge.

KUNSTGESCHICHTEN DER GEGENWART

Herausgegeben von Prof. Dr. Peter J. Schneemann
Institut für Kunstgeschichte
Universität Bern

Die wissenschaftliche Publikationsreihe Kunstgeschichten der Gegenwart versammelt Tagungsakten,
Monografien und Dissertationen zur zeitgenössischen Kunstpraxis.

Im Fokus stehen innovative Konzepte interdisziplinärer Kooperation und neue Schlüsselbegriffe kunstwissenschaftlicher sowie künstlerischer Forschung. Programmatisch wird einer kunsthistorischen Meistererzählung der historiografische Plural entgegengesetzt. Wer erzählt aus welcher Motivation und aus welcher Funktion welche Geschichte, welche Rhetoriken und Modelle kommen dabei zum Tragen?
Statt Kanonbildung fordert die Reihe Pluriperspektivität ein, die den Stellenwert der Künste in ihrer globalen Dimension, ihrer ethischen Verantwortung und gesellschaftlichen Relevanz befragt.

 

cover: Format. Politiken der Normierung in den Künsten ab 1960

Magdalena Nieslony (Hg.), Yvonne Schweizer (Hg.)

Format. Politiken der Normierung in den Künsten ab 1960

KUNSTGESCHICHTEN DER GEGENWART (Bd. 13)

Mit Beiträgen von Morgan Fisher, Johanna Függer-Vagts, Dirk Hildebrandt,
Christian Janecke, Katja Kwastek, Fabienne Liptay, Roland Meyer, Peter Müller, Magdalena Nieslony, Veronica Peselmann, Peter J. Schneemann, Yvonne Schweizer, Annette Urban und Iris Wien.

2020, 17 x 24 cm, 248 Seiten, 82 Abbildungen, Broschur

ISBN: 978-3-88960-196-4
Preis: 21,00 €

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cover: Kunstschriftstellerei – Konturen einer kunstkritischen Praxis

Stephanie Marchal (Hg.), Andreas Degner (Hg.), Andreas Zeising (Hg.); u.a

Kunstschriftstellerei – Konturen einer kunstkritischen Praxis

PRAKTIKEN DER KRITIK (Bd. 1)

Mit Beiträgen von Eduard Beaucamp, Kerstin Bitar, Magdalena Bushart, Andreas Degner, Elisabeth Furtwängler, Peter Ulrich Hein, Jost Hermand, Joseph Imorde, Ines Kleesattel, Astrid Mania, Stephanie Marchal, Melanie Sachs, Gottfried Schnödl, Antonius Weixler, Harald Tausch, Wolfgang Ullrich und Andreas Zeising.

2020, 544 Seiten, 40 Abbildungen, 14,5 x 21 cm, Broschur

ISBN: 978-3-88960-182-7
Preis: 32,00 €

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